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Wie können wir lernen, Probleme anzupacken?

Hast du dich schon gefragt, weshalb so viele Menschen unangenehme Dinge immer vor sich herschieben und möglichst später erledigen wollen, obwohl ihnen dies unglaublich viel Energie und Zeit raubt?

In dieser Beitragsserie möchte ich dir zeigen, wie man die Astrologie für psychologischen Problemstellungen einsetzen kann.

Sonja, die bei mir in der Beratung war, beklagte sich, dass sie sich im Arbeitsalltag nicht wohl fühlt, obwohl ihr der eigentliche Beruf als Werbetexterin gefällt.

Als wir dann gemeinsam ihren Tagesablauf untersuchten, kamen wir dem Ursprung des Übels etwas näher: Den Grossteil der Arbeitszeit, verbringt Sonja mit ihrer eigentlichen kreativen Arbeit, des Schreibens von Werbetexten und Slogans. Da gibt es aber auch noch die, ihr extrem unangenehme administrative Arbeit, in welcher sie Sitzungen koordinieren muss und Sitzungsprotokolle verfassen soll. Durchschnittlich braucht sie für die Erledigung dieser Administrationsarbeit ca. 45 Minuten pro Tag, was auf einen ganzen Tag objektiv gesehen ein sehr geringer Teil ist. Weshalb fühlt sich Sonja denn nun nicht wohl bei ihrer Arbeit, wenn sie doch 7 Stunden pro Tag mit Tätigkeiten verbringt, die sie begeistern?

Der Grund dafür: Sie schiebt die ihr so verhassten Administrationsarbeiten immer bis zum letzten Moment heraus. Leidet sozusagen 7 Stunden im Tag, weil sie weiss, dass sie vor dem Verlassen des Büros, diese ihr so mühselige Arbeit erledigen muss. Sie verbringt also 7 schlechte Stunden, da die dunkle Wolke der Administrationsarbeit während der ganzen Zeit über ihrem Kopf schwebt.

Was läuft hier schief und weshalb? Viele von uns vor haben nie gelernt, Probleme direkt anzupacken und ziehen somit die sogenannte Leidenszeit in die Länge.

Im Horoskop könnte sich das folgendermassen ausdrücken:

  • Feuerbetonung: die entsprechende Person ist ungeduldig und kann nicht darauf warten, sich einen Wunsch sofort zu erfüllen.
  • Wasserbetonung: hier geht es eher darum, dass Wünsche mit Tatsachen verwechselt werden und somit das Unangenehme verdrängt wird.
  • Luftbetonung: für diese Menschen ist Knochenarbeit minderwertig, was zählt sind Ideen, Theorien und Kommunikation.
  • Erdbetonung: dies sind wahrscheinlich die Menschen, welche am wenigsten dazu neigen, die Dinge auf die lange Bank zu schieben. Tun sie es dennoch, so ist es aus der Angst heraus, den Anforderungen nicht gewachsen zu sein.

Wie du siehst, können wir psychologische Probleme wunderbar mit astrologischem Wissen verbinden und für den Klienten entsprechende Lösungsansätze finden.

Was mit Betonung gemeint ist, kannst du in meinem speziell dazu verfassten Beitrag nachlesen.

Vorerst gilt für alle Elemente der gleiche klassische Ratschlag: «Was du heute kannst besorgen tue gleich und nicht erst morgen.» Das bedeutet im Fall von Sonja, die lästige Arbeit sofort morgens zu erledigen, um danach während 7 Stunden in der kreativen Welt des Texten aufzugehen.

Aber wie du dir vorstellen kannst, ist es mit dem Wissen noch nicht getan. Wie könnten nun mögliche Lösungsansätze für das Abgewöhnen dieser schlechten Gewohnheit sein?

  • Feuerbetonung: Sich im konkreten Leben nicht von unberechenbaren Impulsen tyrannisieren lassen. Zum Beispiel bei einer Mahlzeit zuerst dasjenige essen, dass wir am wenigsten mögen. Nach dem Gang zum Briefkasten zuerst Schuhe und Mantel säuberlich an ihren Platz bringen und den Schlüssel aufräumen, bevor die Briefumschläge aufgerissen werden.
  • Wasserbetonung: Sich im Alltag Strukturen schaffen, wie zum Beispiel bei Rendezvous auf die Minute pünktlich sein, die Wohnung in Ordnung halten und nicht warten, bis sich Berge von Unordnung aufgetürmt haben.
  • Luftbetonung: Selber Triviales erledigen, anstatt von andern zu erwarten, dass sie es für einen ausführen. Bewusst zwischendurch praktische Arbeiten tätigen, wie das Wechseln einer Glühbirne oder das Annähen eines Knopfes.
  • Erdbetonung: Sich darin üben, sein Tun wohlwollend zu betrachten. Auch wenn sie es als selbstverständlich erachten, so sollen sie sich dafür loben und sich klar werden, dass der Alltag ohne sie ein Chaos wäre.

Kommen wir nun zu unserem Beispiel zurück:

Ein knappes Jahr später kam die feuerbetonte Sonja wieder zu mir in Beratung. Sie hatte die entsprechenden Ratschläge befolgt und damit grosse Veränderungen in ihrem Leben erreicht. Sie hatte sich tatsächlich angewöhnen können, die Dinge nicht mehr auf die lange Bank zu schieben und zwar im beruflichen wie im privaten Bereich. Sie erklärte mir, dass sie sich nicht nur glücklicher fühlt, sondern auch vitaler und energievoller.

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